BLICKWINKEL




Ansichten, Erlebnisse, Dummheiten, Kurzgeschichten

und interessante Links

entweder aus einem fremden oder meinem Blickwinkel

(manchmal ist es der Gleiche)


nachfolgende Texte sind "meine"  (wenn nicht anders angegeben)

kopieren oder verlinken bitte (!)  nur nach Absprache



 


         Red nicht soviel - sag was 

     ich mag sie nicht besonders

laute Menschen, die viel reden aber wenig sagen

so schön eine nette Unterhaltung auch sein kann, so anstrengend ist sie manchmal. Dabei kommt es doch gar nicht darauf an, ob wir rumalbern, sachliches Pro und Kontra hin- und herschieben oder uns die Welt erklären ... solange man beim Hin-und-her (in welcher Form auch immer) das gleiche Pulver verwendet - juut

nein nein, damit sind nicht immer die tiefgründigen Klugheiten gemeint, - wie geniesse ich diese Rumfrotzelei, bei der ich aufpassen muss, dass mir vom Lachen nicht die Schminke verschmiert ...

und reden kann man eigentlich auch, ohne irgendwas zu sagen - manchmal sollte man "einfach mal die Klappe halten" ... manchmal reicht der richtige Augenblick

Aber was ist das für ein Krampf, wenn aus dem "was-auch-immer" ein Monolog wird, bei dem aber auch wirklich nur einer redet aber nix sagt oder über seine Witzchen am lautesten lacht und sich dabei vor Vergnügen auf die Schenkel klopft.

Anfangs noch höflich zuhörend bemerke ich, dass meine kläglichen Versuche, hier und da etwas hinzuzufügen - schlichtweg überhört werden - ich möchte gerne meine Sätze zu Ende sprechen - aber nagut - immer noch zuhörend, aber von Stufe "höflich lächeln" fliessend zur Ebene "iggelisch werden"  übergehend registriere ich, dass jeder Satz überflüssigerweise mehrfach erklärt wird (als hätte ich nicht jeden einzelnen Satz direkt beim erstenmal kapiert) und ich frage mich, ob es wohl auffällt, wenn ich damit beginne, mir  gelassen die bereits längst in Ordnung gebrachten Fingernägel zu feilen.

Sicher nicht

Und dann kommt es

ich darf etwas sagen - und mein mir gegenübersitzendes Laut und Sinnlos lacht an der völlig falschen Stelle

och nöööö

ich fliesse zurück zum höflichen Lächeln

und überlege, was ich gleich noch erledigen muss

Schade um die Zeit, die ich hätte so sinnvoll verbringen können ...


Her mit den ZWISCHENDURCHEN, solange sie keine Lückenfüller sind !

ich freu mich drauf

aber bitte red nicht so viel - sag was









               MITGE(H)FÜHL 

(15.12.2008)

nach unserem Telefonat

(wieso kamen wir eigentlich ausgerechnet auf dieses Thema ?)

Fast jeder musste sich in seinem Leben schon damit auseinandersetzen, auch ich, und das zum ersten Mal mit knapp 20 Jahren.

Das heisst, dass ich damals völlig unvorbereitet Abschied nehmen musste, es aber erst viele Jahre später konnte.

Jemand, der Abschied nehmen muss, ist gezwungen, einen neuen Weg zu gehen, der am Anfang aus gerade mal einem einzigen Pflasterstein besteht.

Du findest Dich auf diesem einzigen Stein wieder, verlierst fast das Gleichgewicht, kommst keinen Schritt weiter, weil Du den nun zu gehenden Weg selber bauen musst. Wie lang dieser werden wird und wohin er führt, ist völlig ungewiss und es ist nicht abschätzbar, wie lange Du brauchst.

Du beginnst zu bauen - Trauer, Erinnerungen, Kraft, Mut,  Wut, Verzweiflung - Verstehen, Annehmen, Loslassen, Mitgefühl - hieraus entstehen Deine Pflastersteine, die Du vor Deine Füße legst, um immer ein Stück weiterzukommen, dabei bestimmt Deine Einstellung zum Leben die Richtung

  Da sind Menschen, die

mit Dir gehen und fühlen

und Dir mit jedem

MitGehFühl

weitere kleine Pflastersteine geben.

Es entsteht ein Gefühl der Endlichkeit. Dabei ist der Weg eigentlich nur eine Reise zu Dir  -  mit jedem Pflasterstein aus ehrlichem MitGehfühl entsteht am Ende Deines Weges ein kleines Stück Brücke , die  weg von Dir auf die andere Seite führt... führt diese Brücke nicht auch wieder zurück? Endet dann dieser Weg nicht bei Dir?

und das Wort "endlich" bekommt eine völlig neue Bedeutung

endlich ENDlich

Ich habe Abschied nehmen können, indem ich meinen Vater  in diese andere Ebene losgelassen habe

und seitdem lebe ich ihn



                  TÜRÖFFNER 

(16.12.2008)




Wenn Du in einem Raum stehst, aus dem Du nicht mehr hinausfindest, musst Du Türen hinter Dir schliessen.
Erst dann öffnen sich Türen, von denen Du bis dahin gar nicht wusstest,
dass sie da sind.




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